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<title>Immanuel Nobel</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Immanuel Nobel</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Immanuel Nobel</b> (* <a href="24._M%C3%A4rz" title="24. März">24. März</a> <a href="1801" title="1801">1801</a> in <a href="G%C3%A4vle" title="Gävle">Gävle</a>; † <a href="3._September" title="3. September">3. September</a> <a href="1872" title="1872">1872</a> in Heleneborg, <a href="Stockholm" title="Stockholm">Stockholm</a>) war ein <a href="Schweden" title="Schweden">schwedischer</a> <a href="Ingenieur" title="Ingenieur">Ingenieur</a>, <a href="Architekt" title="Architekt">Architekt</a>, <a href="Erfinder" title="Erfinder">Erfinder</a> und <a href="Industrieller" title="Industrieller">Industrieller</a>. Sein Sohn <a href="Alfred_Nobel" title="Alfred Nobel">Alfred Nobel</a>, der das Unternehmen des Vaters fortführte, war der Begründer des <a href="Nobelpreis" title="Nobelpreis">Nobelpreises</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Jugend">Jugend</h2></div>
<p>Obwohl sein gleichnamiger Vater, <a href="Immanuel_Nobelius" title="Immanuel Nobelius">Immanuel Nobelius</a>, sich als <a href="Feldscher" title="Feldscher">Feldscher</a> in der <a href="Schwedische_Streitkr%C3%A4fte" title="Schwedische Streitkräfte">schwedischen Armee</a> und Krankenhausarzt in Gävle verdient gemacht hatte, wuchs Immanuel Nobel in ärmlichen Verhältnissen auf. Die Eltern konnten ihm keine formale Ausbildung zukommen lassen und unterrichteten ihn privat. Im Alter von vierzehn Jahren wurde er Matrose auf dem schwedischen Schiff <i>Thetis</i>, mit dem er das Mittelmeer bereiste. Mit achtzehn kehrte er nach Schweden zurück. 1818 als Schiffsbaulehrling bei der Firma Loell in Gävle angestellt, wurde er 1819 Mitglied der Kunstakademie in <a href="Stockholm" title="Stockholm">Stockholm</a>. Dort betrieb er Studien in Konstruktionslehre und beschreibender Geometrie, danach war er als Lehrer am damaligen <i>Teknologiska institutet</i> beschäftigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Familienleben">Familienleben</h2></div>
<p>1827 heiratete er Carolina Andrietta Ahlsell, die aus einer reichen schwedischen Familie stammte. Gemeinsam hatten sie acht Kinder, von denen jedoch nur die vier Söhne <a href="Robert_Nobel" title="Robert Nobel">Robert Hjalmar</a> (1829–1896), <a href="Ludvig_Nobel" title="Ludvig Nobel">Ludvig Immanuel</a> (1831–1888), <a href="Alfred_Nobel" title="Alfred Nobel">Alfred Bernhard</a> (1833–1896) und <a href="Emil_Oskar_Nobel" class="mw-redirect" title="Emil Oskar Nobel">Emil Oskar</a> (1843–1864) das Erwachsenenalter erreichten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Unternehmertum">Unternehmertum</h2></div>
<p>1833 erlebte Nobel den Konkurs seiner Baufirma, als mehrere unversicherte Lastkähne mit Baumaterial untergingen und bereits vorher das Wohnhaus der Familie abgebrannt war. Auf der Flucht vor den Gläubigern ging Nobel 1837 als Unternehmer über <a href="Turku" title="Turku">Turku</a>, wo er als Gummifabrikant und Architekt tätig war, nach <a href="Sankt_Petersburg" title="Sankt Petersburg">Sankt Petersburg</a>. 1842 gründete er dort ein eigenes Maschinenwerk mit angeschlossener <a href="Gie%C3%9Ferei" class="mw-redirect" title="Gießerei">Gießerei</a>, das zeitweise über tausend Arbeiter beschäftigte. Mit großem Erfindergeist und Talent entwickelte er in kurzer Zeit neue Maschinen, vor allem zur Kriegsführung: ein <a href="Schnellfeuergewehr" class="mw-redirect" title="Schnellfeuergewehr">Schnellfeuergewehr</a>; stationäre <a href="Seemine" title="Seemine">Seeminen</a>, die im <a href="Krimkrieg" title="Krimkrieg">Krimkrieg</a> zur Verteidigung von <a href="Sveaborg" class="mw-redirect" title="Sveaborg">Sveaborg</a> und <a href="Kronstadt_(Russland)" title="Kronstadt (Russland)">Kronstadt</a> eine Rolle spielten; einen wasserdichten und aufblasbaren Militärrucksack aus <a href="Kautschuk" class="mw-redirect" title="Kautschuk">Kautschuk</a>; eine Drechselbank zur Bearbeitung von Sperrholz; ein Dampfschiff; ein <a href="Zentralheizung" class="mw-redirect" title="Zentralheizung">Zentralheizungssystem</a> mit zirkulierendem Warmwasser. Zahlreiche Aufträge der <a href="Kaiserlich_Russische_Armee" title="Kaiserlich Russische Armee">russischen Armee</a> und die Gunst des <a href="Zar" title="Zar">Zarenhofes</a> verschafften der Firma einen großen Aufschwung und Immanuel Nobel sowie seiner Familie wirtschaftlichen Wohlstand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herstellung_von_Sprengstoffen">Herstellung von Sprengstoffen</h2></div>
<p>Am Ende des Krimkrieges und mit dem Tod Zar <a href="Nikolaus_I._(Russland)" title="Nikolaus I. (Russland)">Nikolaus‘ I.</a> wurde die wirtschaftliche Situation der Firma schwierig, da weitere Aufträge des <a href="Russisches_Kaiserreich" title="Russisches Kaiserreich">russischen</a> Militärs ausblieben und Schuldner ausstehende Rechnungen nicht zahlten. Auf Druck der Gläubiger übernahmen seine Söhne Ludvig und Robert die Verwaltung der Firma. Immanuel Nobel zog mit seiner Familie 1859 nach <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> zurück. Mit den beiden Söhnen Alfred und Emil baute er dort ein erfolgreiches Familienunternehmen auf, das mit <a href="Nitroglyzerin" class="mw-redirect" title="Nitroglyzerin">Nitroglyzerin</a> experimentierte. Ab 1862 wurde der Stoff als <i>Nobels sprängolja</i> bei der Bergsprengung in Schweden eingesetzt und 1863 patentiert. Bei einer schweren Explosion im Firmenlabor von Heleneborg am Mälaren See kamen am 3. September 1864 Emil und weitere Arbeiter ums Leben. Von diesem Schlag erholte sich Immanuel Nobel, der 1865 einen <a href="Schlaganfall" title="Schlaganfall">Schlaganfall</a> erlitt, körperlich nicht mehr. Er starb am Jahrestag der Explosion acht Jahre später.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Würdigung"><span id="W.C3.BCrdigung"></span>Würdigung</h2></div>
<p>Immanuel Nobel war ein talentierter Erfinder und eine Unternehmerpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts. Seine ambitionierten Vorhaben scheiterten oft an unrealistischen Plänen und mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten. Dennoch wurde er Gründer einer der erfolgreichsten schwedischen Industriellendynastien. Seine Söhne setzten sein Lebenswerk fort. Der Nobelpark in Gävle ist nach der Familie benannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<ul><li><cite class="lang" lang="sv" dir="auto" style="font-style:italic">Immanuel Nobel</cite>. In: Herman Hofberg, Frithiof Heurlin, Viktor Millqvist, Olof Rubenson (Hrsg.): <cite class="lang" lang="sv" dir="auto" style="font-style:italic"><a href="Svenskt_biografiskt_handlexikon" title="Svenskt biografiskt handlexikon">Svenskt biografiskt handlexikon</a></cite>. 2. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>2</span>: <i>L–Z, samt Supplement</i>. Albert Bonniers Verlag, Stockholm 1906, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>183</span> (schwedisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://runeberg.org/sbh/b0183.html">runeberg.org</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Immanuel+Nobel&amp;rft.atitle=Immanuel+Nobel&amp;rft.btitle=Svenskt+biografiskt+handlexikon&amp;rft.date=1906&amp;rft.edition=2&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=183&amp;rft.place=Stockholm&amp;rft.pub=Albert+Bonniers+Verlag&amp;rft.volume=Band+2%3A+L-Z%2C+samt+Supplement" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
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